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„Wohnen für Menschen statt für Profite“ – unter diesem Motto ruft das #Mietenwahnsinn-Bündnis für den 28.03.2020 zu einer Demonstration auf, die eingebettet ist in einen europaweiten Housing Action Day. In dem Bündnis kämpfen Mietendeninitiativen und aktive Gruppen rund ums Thema Wohnen, Miete, soziale Räume und Obdachlosigkeit seit Jahren gegen die Verdängung durch rasant steigende Immobilien- und Mietpreise. Diese betrifft nicht nur Wohnraum sondern auch lokal verankerte Gewerbetreibende und vor allem kulturelle und soziale Räume von freien Kinderläden, Jugendzentren und Schulen über Sportvereine und Nachbarschaftstreffs bis hin zu Clubs und Bühnen, Ateliers und Kneipen, Wohnprojekten und anderen Freiräumen.

Auch die Freie Schule Kreuzberg hat für ihr Schulhaus nur einen befristeten Mietvertrag mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Dieser umfasst eine ‚ortsübliche‘ Miete und soll nach Aussage des zuständigen Bezirksstadtrates nicht verlängert werden, wenn das Gebäude für eine staatliche Regelschule gebraucht wird. Freie Alternativschulen sind jedoch wichtiger Bestandteil der Berliner Bildungslandschaft. Viele Familien wünschen sich, Teil eines dieser besonderen Lernorte zu werden, jedoch reichen die Plätze längst nicht aus. Darüber hinaus sind aber natürlich viele unserer Familien vom steigenden Profitdruck betroffen: Sie müssen die steigenden Mieten zahlen für ihre Wohnungen und teils auch für die Räume, in denen sie arbeiten. Sie sind aber auch vom Wandel in den Berliner Kiezen betroffen.

Darum haben wir uns entschieden, den Aufruf zur #Mietenwahnsinn-Demo zu unterstützen und teilen die zentralen Forderungen des Bündnisses:

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt, Solidarität und unsere Alternativen entgegen. Kämpfen wir gemeinsam für:

  • einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik!
  • die Vergesellschaftung von Wohnraum und die Sozialisierung von Grundeigentum!
  • echte demokratische Mitbestimmung der Mieter*innen und die Selbstverwaltung der Wohnhäuser!
  • ein Ende der Zwangsräumungen!
  • die Entkrimminalisieung von Mietstreiks, Leerstandsbesetzungen und
  • die Abschaffung der Berliner Linie!

Los geht es am 28.03.2020 um 13.00 Uhr am Potsdamer Platz. Schon in den Tagen zuvor wird es aber verschiedene Aktionen des Bündnisses geben, bei denen sich eine Beteiligung sicher lohnt! Und natürlich könnt auch Ihr Euch im Vorfeld mit Euren Anliegen, Ideen und Fähigkeiten einbringen oder die anderweitig Organisation unterstützen!

Wir kämpfen gemeinsam! Die Häuser denen, die drin wohnen – die Schulen denen, die drin lernen und arbeiten!

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